Neues von der Baustelle – das Januar-Update
Der Jahresauftakt im Energiepark Bad Lauchstädt ist geprägt von winterlichen Bedingungen – und von konzentrierter Arbeit an den entscheidenden technischen Komponenten. Während witterungsabhängige Schritte derzeit pausieren, laufen viele Arbeiten im Inneren der Anlagen planmäßig weiter.
Gasaufbereitung
In der Wasserstoff-Gasaufbereitungsanlage steht aktuell die sorgfältige technische Vorbereitung im Fokus. Die Anlage ist mechanisch zu rund 99 Prozent fertiggestellt. Derzeit läuft die Baufeld-Auffüllung, parallel dazu wurde in der vergangenen Woche mit der Lieferung und Installation der Anlagensteuerung begonnen. Insgesamt werden hierfür elf Schaltschränke eingebracht und angeschlossen.
Ende März ist die erste TÜV-Abnahme im Bereich Elektrotechnik vorgesehen. Im Anschluss beginnen die schrittweisen Funktionsprüfungen und Testläufe der Anlage – zunächst noch ohne Wasserstoff (die sogenannte Kaltinbetriebnahme). Diese Phase dient dazu, sämtliche Steuerungs-, Sicherheits- und Prozessabläufe unter realistischen Bedingungen zu prüfen und optimal aufeinander abzustimmen. Die sogenannte Kalt-Inbetriebnahme ist für April 2026 vorgesehen.
Fortschritte in der Elektrolysehalle
Unabhängig von der Witterung geht es in der Elektrolysehalle sichtbar voran. Die Stacks des zweiten Elektrolysemoduls sind vollständig eingebaut. Parallel dazu hat die Montage des dritten Moduls begonnen. Damit wächst die Anlage Schritt für Schritt zu ihrer geplanten Gesamtleistung heran.
Netzanschluss zur Raffinerie hergestellt
Ein bedeutender technischer Meilenstein wurde im Januar erreicht: Der physische Netzanschlusspunkt zur TotalEnergies Raffinerie Leuna ist hergestellt. Damit ist das Anlagensystem von Produktionsbeginn bis zur Lieferung zum Kunden über Rohrleitungen miteinander verbunden. Eine Steckscheibe trennt die Systeme derzeit noch bis zum späteren Produktionsbeginn voneinander ab. Die infrastrukturelle Verbindung ist damit geschaffen.
Der Januar zeigt, dass auch ruhigere Monate im Projektverlauf entscheidend sind. Während das Winterwetter das Tempo einzelner Arbeiten bestimmt, schreitet der Energiepark Bad Lauchstädt im Inneren konsequent voran – und schafft damit wichtige Grundlagen für die nächsten Etappen im Jahr 2026.