04.03.2026  |  Aktuelles

Neues von der Baustelle – das Februar-Update

Im Februar stehen im Energiepark Bad Lauchstädt zahlreiche technische Arbeiten im Zeichen der Vorbereitung auf die weiteren Inbetriebnahmeschritte an. Mehrere Anlagenbereiche befinden sich inzwischen in der finalen Ausrüstung oder kurz vor den ersten Funktionstests. 

Wasserstoffleitung bleibt stabil konserviert 

Die Wasserstoffleitung des Projekts wird weiterhin kontinuierlich mit Wasserstoff befüllt und auf einem definierten Druckniveau gehalten. Diese Maßnahme schützt die Leitung und bietet bereits jetzt die Möglichkeit das Leitungsverhalten während der Wasserstoffeinlagerung genauer zu untersuchen. Die zuletzt durchgeführten Probenahmen zeigen unbedenkliche Veränderungen der Gaszusammensetzung. Damit bestätigt sich, dass sich die Leitung in einem stabilen Zustand befindet. 

Gasaufbereitung kurz vor technischem Start 

Auch in der Wasserstoff-Gasaufbereitungsanlage rücken die nächsten Schritte näher. Nachdem inzwischen alle noch fehlenden Schaltschränke geliefert wurden, läuft aktuell die Verkabelung der Steuerungs- und Messsysteme. 

Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, beginnt die technische Inbetriebsetzung der Anlage. In dieser Phase werden sämtliche Komponenten zunächst ohne Wasserstoff getestet – eine sogenannte Kaltinbetriebnahme. Dabei prüfen die Projektpartner unter anderem Steuerung, Sicherheitssysteme und Prozessabläufe, bevor die Anlage später mit Wasserstoff betrieben wird. 

Arbeiten im Speicherbereich abgeschlossen 

Die Bauarbeiten im Verantwortungsbereich der VNG Gasspeicher GmbH (VGS) sind inzwischen abgeschlossen. Derzeit erfolgt gemeinsam mit dem Projektpartner DBI – Gastechnologisches Institut Freiberg die Baustellenberäumung. Dazu gehören unter anderem der finale Straßenbau sowie das Auffüllen und Wiederherstellen der Oberflächen rund um die Anlagenbereiche. 

Verbindung zur Raffinerie technisch hergestellt 

Bereits im Januar wurde der physische Netzanschlusspunkt zur TotalEnergies Raffinerie in Leuna hergestellt. Somit ist die technische Verbindung zwischen Wasserstoffproduktion im Energiepark und dem späteren industriellen Abnehmer geschaffen. 

Noch ausstehend ist lediglich die Installation der Messtechnik im sogenannten EMSR-Raum der Elektrolyseanlage. Dort werden künftig zentrale Mess-, Steuer- und Regelungssysteme betrieben, die unter anderem die präzise Erfassung der Wasserstoffmengen ermöglichen. 

Weitere Anlagenkomponenten vollständig installiert 

An weiteren zentralen Anlagenteilen wurden im Februar wichtige Schritte erreicht: 

  • Die Kolbenverdichter, die den erzeugten Wasserstoff auf den erforderlichen Druck bringen, wurden angeliefert. Damit sind nun alle wesentlichen technischen Komponenten der Elektrolyseanlage vor Ort. 
  • Die Luftkühler wurden bereits in Betrieb genommen. In Kombination mit dem zugehörigen Kühlwasserkreislauf sorgen sie später dafür, dass Prozesswärme zuverlässig abgeführt werden kann. 
  • Auch die Wasseraufbereitung, die das für die Elektrolyse benötigte, hochreine Wasser bereitstellt, läuft bereits seit geraumer Zeit und muss für die finale Fertigstellung lediglich noch einen 600 Test durchlaufen.  

Der Februar zeigt damit: Viele Anlagenbereiche befinden sich inzwischen in der letzten Phase der technischen Vorbereitung. Schritt für Schritt werden Systeme getestet, verbunden und für die kommenden Inbetriebnahmeschritte vorbereitet.